Vapothermale Karbonisierung

Unser VTC-Verfahren beschleunigt den natürlichen Prozess der Kohleentstehung von Millionen Jahren auf wenige Stunden: unter Druck und mit hoher Temperatur entsteht stabile Biokohle mit hohem Kohlenstoffgehalt.

Autoklav der VTC-Anlage — Druckbehälter für die vapothermale Karbonisierung
Das Herzstück

Der Autoklav

Das Herzstück der Anlage ist der Autoklav: In diesem druck- und temperaturbeständigen Reaktor wird Biomasse unter ~16 bar und ~200 °C unter Sauerstoffausschluss behandelt. Die Aufschließung der Biomasse im gesättigten Wasserdampf ist der Kern des VTC-Prozesses.

Eingangsstoffe

Kreisläufe nutzen - Reststoffe verwerten

Hackschnitzel, Grünschnitt, Einstreu und andere Biomassen können in unserer Anlage zu wertvoller Biokohle verarbeitet werden. Ein gewisser Wassergehalt der Biomasse ist kein Nachteil — er ist Teil des Verfahrens.

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Hackschnitzel auf dem Förderband auf dem Weg in den Autoklaven
Kreislaufwirtschaft

Warum Biokohle anders ist als fossile Kohle

Fossile Kohle bringt durch menschlichen Abbau zusätzlichen, geologisch gebundenen Kohlenstoff in die Atmosphäre. Biokohle nutzt dagegen aktuellen, oberirdisch gebundenen Kohlenstoff, bevor Biomasse ungenutzt verrottet.

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Geologischer Kreislauf

30–50 Mio. Jahre
  • Biomasse lagert sich abJahrmillionen Druck und Hitze
  • Fossile Kohle entsteht
  • Bergbau und Verbrennung — menschlicher EingriffOhne diesen Eingriff bliebe der Kohlenstoff langfristig unter der Erde gebunden.
  • Zusätzliches CO₂ gelangt in die Atmosphäre

VTC-Kreislauf

Monate – wenige Jahre
  • Biomasse aus ReststoffenOberirdisch gebundener, biogener Kohlenstoff
  • Aufbereitung und vapothermale Karbonisierung (VTC)
  • Biokohle mit über 50 % Kohlenstoffgehalt
  • Nutzung vor der VerrottungDer Kohlenstoff würde sonst ungenutzt wieder in die Atmosphäre gelangen.
  • CO₂ ernährt neue Biomasse — der Kreislauf schließt sich

Zeitachsen-Vergleich

Der entscheidende Unterschied: Fossiler Kohlenstoff wäre ohne menschlichen Abbau langfristig im Untergrund gebunden. Biogener Kohlenstoff aus Biomasse ist bereits oberirdisch im aktuellen Kreislauf und würde bei Verrottung wieder frei. Der VTC-Prozess greift vorher ein und macht daraus nutzbare Biokohle.

Vapothermale Karbonisierung

Wie Reststoffe zu Biokohle werden

Unser patentierter VTC-Prozess wandelt feuchte Biomasse bei moderatem Druck und Temperatur in kohlenstoffreiche Biokohle um — ohne Vortrocknung, ohne offenes Feuer.

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Frischer Rohstoff — organische Reststoffe vor der Verarbeitung

Rohstoffannahme

Hackschnitzel, Grünschnitt und landwirtschaftliche Reststoffe — Wassergehalte bis 60 % sind verarbeitbar. Das Wasser ist Teil des Prozesses.

Eingangsfeuchte bis 60 %
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Hackschnitzel auf dem Förderband auf dem Weg in den Autoklaven

Befüllung Autoklav

Über Förderbänder wird die feuchte Biomasse kontinuierlich in den Druckbehälter eingetragen. Der Autoklav ist das Herzstück der Anlage.

Kontinuierliche Beschickung
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Autoklav — Druckbehälter für die vapothermale Karbonisierung

VTC-Prozess

Im Autoklav wird die Biomasse unter ~16 bar und ~200 °C im gesättigten Wasserdampf behandelt. Die vapothermale Aufschließung verwandelt organische Masse in stabilen Kohlenstoff — ohne offenes Feuer.

~200 °C Prozesstemperatur
~16 bar Prozessdruck
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Loren mit fertig produzierter Biokohle nach dem VTC-Prozess

Fertige Biokohle

Siebung in drei Fraktionen: A10, A20 und A30. Kohlenstoffgehalt über 50 %, Feuchte unter 5 %. SURE-zertifiziert. Direkt ab Werk lieferbar.

3 Fraktionen — SURE-zertifiziert
~200 °C Prozesstemperatur Moderate Hitze im Autoklav
~16 bar Prozessdruck Vapothermale Aufschließung
unter 5 % Feuchtegehalt Trockenes Endprodukt
über 50 % Kohlenstoffgehalt Hoher Energiewert
Vogelperspektive der gesamten Produktionsanlage in Ladbergen, NRW
Standort Ladbergen

Die Anlage in Ladbergen, NRW

Der Standort Ladbergen startete im Jahr 2021 mit einer der größten Pilotanlagen für vapothermale Karbonisierung in Deutschland. 2026 wurde die Anlage in den vollständigen Produktionsbetrieb überführt.

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